Problematisches Spielverhalten betrifft viele Menschen — nicht nur einzelne Personen, sondern auch ihre Familien und ihr soziales Umfeld. Wir möchten Sie auf dieser Seite mit Informationen unterstützen, um Risiken zu erkennen und Hilfe zu finden, falls sie nötig ist.
Warnsignale erkennen
Spielsucht entwickelt sich selten plötzlich. Achten Sie auf folgende Anzeichen bei sich selbst oder bei nahestehenden Personen:
- Immer häufigere oder längere Spielsitzungen
- Ständiges Denken an das nächste Spiel
- Versuche, weniger zu spielen, die scheitern
- Verheimlichung des Aussmasses der Spielaktivität
- Finanzielle Schwierigkeiten durch das Spielen
- Vernachlässigung von Arbeit, Familie oder Hobbys zugunsten des Spielens
- Reizbarkeit oder Angst, wenn das Spielen nicht möglich ist
Selbstschutz-Werkzeuge nutzen
Verantwortungsbewusstes Spielen bedeutet, dass Sie die Kontrolle behalten. Viele Plattformen bieten Instrumente an:
- Einsatzlimits: Tägliche, wöchentliche oder monatliche Obergrenzen für Einzahlungen festlegen
- Selbstausschluss: Temporär oder dauerhaft auf das eigene Konto verzichten
- Pausieren: Eine Auszeit nehmen, ohne das Konto zu löschen
- Realitätsprüfungen: Regelmässig Benachrichtigungen über gespielte Zeit und eingesetzte Geldmittel
- Verlustlimits: Maximale Verluste pro Zeitraum definieren
Hilfe annehmen
Falls Sie oder jemand in Ihrem Umfeld Unterstützung braucht, gibt es professionelle Hilfe in der Schweiz. Die Organisationen sind kostenlos, anonym und vertraulich.
Die nationale Helpline 0800 040 080 ist rund um die Uhr erreichbar. Geschulte Fachpersonen beantworten Fragen zu Spielsucht und vermitteln bei Bedarf an regionale Beratungsstellen. Auch Angehörige können anrufen und erhalten Rat und Unterstützung.
Online-Beratung ist ebenfalls möglich. Viele Organisationen bieten auf ihren Webseiten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Informationen in mehreren Sprachen zu erhalten.
Regionale Unterstützung
In fast allen Kantonen gibt es spezialisierte Suchtberatungsstellen, die persönliche Gespräche anbieten. Diese Beratung ist meist kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht. Eine Vermittlung erfolgt gerne durch die Helpline oder durch die Website der Organisationen.
Weitere Ressourcen
Organisationen wie Sucht Schweiz, das Zentrum für Spielsucht und verschiedene regionale Fachstellen bieten zusätzliche Informationen, Broschüren und Programme zur Prävention an. Diese Ressourcen richten sich sowohl an Betroffene als auch an Angehörige.
Die Erkenntnis, dass ein Problem vorliegen könnte, ist bereits ein wichtiger Schritt. Hilfe ist verfügbar — Sie sind nicht allein.
